[ Beitrag bitte auf Handy oder Tablet lesen ! ]

Der Einstieg zu diesem .. [ .. in meinem Wein-Tagebuch, als was ich diesen meinen Blog hier ansehe ] .. Blogbeitrag / Artikel / Weintagebucheintrag fiel mir unglaublich schwer. Ich habe es knapp einen Monat mindestens nach ‘hinten raus geschoben’ .. ja quasi vor mir hergeschoben. Ich weiß nicht genau warum, es waren diverse Faktoren schuld, vor allem aber ich, der irgendwie immer was palavern kann, dem jetzt aber nix gescheites einfallen mag. Nichts desto trotz: Auf geht’s !

Für alle jene, die den Chef des Weinguts nicht kennen: Das da ist der freundliche Mann aus Rödelsee am Schwanberg.

Anbei, vielleicht hilft es nochmal, meinen ersten Beitrag über einen Weltner-Wein, das Weingut uvm. zu lesen.

Zu anfangs: man möge sich bitte Steve Jablonsky’s – Arrival to Earth vorstellen, oder parallel anhören. Es hätte auch ein anderes Stück getan, aber ich finde dieses in dezenter Lautstärke verdeutlicht meine Gefühle beim Trinken dieses Weines am besten ! (bitte wenn dann komplett hören, ohne Blechbläser ist es unvollkommen.)

Den Wein hatte ich mir extra und glücklicherweise für den Abend der Sommersonnenwende auserkoren, eingeschenkt und genossen.

Vorweg noch ein paar Infos zum Weingut: Paul Weltner und Team bewirtschaften und vermarkten inzwischen 11 Hektar Wein aus den Lagen Julius-Echter-Berg in Iphofen und die ortseigenen Lagen Schwanleite, Hoheleite und natürlich der Lage Küchenmeister. Bei Weltners wird im Weinberg naturnah gearbeitet und im Weingut möglichst schonend gekeltert, ausgebaut und auf die Flaschen gebracht. Ein schönes Beispiel für diese Arbeit, ist der Anblick der weltnerschen Weinberge.

Noch ein paar Infos anbei: Das Weingut hat nicht nur jede Menge Silvaner im Bestand, sondern auch alle anderen regionstypischen Rebsorten wie: Müller-Thurgau, Scheurebe, Riesling, Domina aber auch Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Spätburgunder.

Wer noch mehr zum und viele Details zum Winzer und dessen Weingut erfahren möchte, dem kann ich den Blog von Weinexperten Dr. Wolfgang Staudt aus Kelkheim empfehlen ! Im Interview steht der Chef etwas über eine Stunde Rede und Antwort. Absolut tolle Audio-Wein-Lektüre (wenn ich das so nennen darf.) Der Titel des Blog-Beitrags von Wolfgang Staudt, ist weit weniger fernliegend, als man es für möglich halten würde. Wer einmal in den Genuss kommt, wird es aller Voraussicht nach auch nachvollziehen können.

Der Wein wirkt ebenso wie das Weingut selbst, die Etiketten, der Weinzer und auch seine Erscheinung im Glas eher unspektakulär daher – eher ganz gewöhnlich. Der Sylvaner ist im Bocksbeutel, den mancher Profi-Händler schon vor Jahren ins qualitative Abseits gestellt hat, weil nur noch Burgunder-Flaschen ein gewisses Niveau versprechen, schaut im Glas ganz normal hell bis stroh-goldig aus und fließt auch ohne abnormale Viskosität durchs Glas. Im Grunde ist hier alles so, als würde man nicht mehr als nötig auffallen wollen. …

… außer mit der Qualität, welche hier sanft in die Nase steigt, samtig über die Zunge gleitet und sich dann im Langzeit-Gedächtnis festzusetzen vermag. ( .. Lorbeeren vorab ! )

Ehrlich gesagt habe ich einen guten, bodenständigen Wein erwartet, als ich die Flasche mit nachhause nahm, aber das was ich dann im Glas hatte, hatte ich so nicht auf der Rechnung.

In der Nase kommt der Sylvaner 2016 vom Rödelseer Küchenmeister zurückhaltend aber ausgereift rüber. Man kann ganz sanfte Stein- und Kernobst-Aromen und die ganze trockene Sommerwiese drum herum erkennen. Auf der Zunge und am Gaumen schmeckt man dezente Frucht von reifen Birnen und Äpfeln und minimal trockenes Steinobst und auch wieder wunderbar sanft die trockenen Gräser und Kräuter. Der Alkohol fällt überhaupt nicht auf und die recht zurückhaltende Phenolik unterstützen und unterstreichen den Wein zusätzlich. Die Säure unterstützt, statt sich in den Vordergrund zu drängen und die Würze spielt die wunderbare 2. Geige. Großartig !

Der Sylvaner ist jetzt Pi mal Daumen 4,5 Jahre alt und sehr fein und schon eher seidig mit Schmelz und wunderbar lang im Abgang. Ich würde behaupten, dass das ein Sylvaner ist, welcher trotz großer und qualitativ hochwertiger Konkurrenz, kein Vergleich scheuen muss und Seinesgleichen sucht !

Der Wein wirkt vollends angekommen und ausgereift. Er verkörpert in meinen Augen quasi das Weingut und deren Arbeit. Leise – durchdacht – abgeklärt – stimmig – super abgestimmt und er trägt dazu bei, dass man den Namen dieses Weinguts nicht mehr vergessen wird ! Einziges Manko: das fehlende Bio-Zertifikat – aber jeder hat seine Gründe.

Mein Fazit: Ein Hammer Wein, welcher Höchstnoten verdient hat ! Mir hat er unglaublich gut gefallen und wunderbar geschmeckt ! Mein Bild vom Winzer und Weingut wurde bestätigt und dick und fett unterstrichen ! Merci Paul & Team !

Meine Empfehlung: Genießen Sie die Weine von Weltners mit möglichst viel Ruhe ! Sonst tuen Sie dem Wein Unrecht ! 😉

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