Ich bin glücklicherweise, über die Städtepartnerschaft des Weinorts Randersacker, mit der inoffiziellen Hauptstadt des Chenin Blanc – Vouvray an der Loire, an eine Flasche Sekt alias Vouvray Pétillant gekommen. Die Flasche Sekt bzw. allgemeinhin bekannt als Crémant (außerhalb der Champagne), welche mir zu Teil wurde, ist von EARL MAILLET père & fils. Jetzt vier Jahre später ist daraus Laurent & Fabrice geworden. Das Weingut liegt im Osten vor den Toren der Stadt Tours 2 km nördlich des Tals der Loire. Genau genommen etwa 2,5 km nordwestlich vom Zentrum des namensgebenden Dorfes Vouvray an der Loire.

Bei dieser Flasche handelt es sich wiederum um eine kleine Spende der Stadt Vouvray im partnerschaftlichen Austausch mit dem fränkischen Randersacker am Main. Zu mir ist die Flasche über den Chef des Weinguts Schenk am Spielberg in Randersacker – Thomas Schenk gekommen. Wer ein wenig die französische Sprache beherrscht bemerkt, dass es sich um eine ‘ Sonderedition ‘ handelt. Sonder-etikettiert zum 150. Geburts- bzw. Gründungstag der Feuerwehr (Freiwilligen Feuerwehr) von Randersacker !
Wer solche Freunde im Ausland hat, kann so viel nicht falsch gemacht haben, wenn es um eine gepflegte Kommunikation über fast tausend Kilometer hinweg geht. Ein Lob an Vouvray und Randersacker für diese Städtepartnerschaft !

Nun zum Crémant de Loire bzw. Cremant de Vouvray oder auch Vin Vouvray pétillant AOC/AOP bzw. auch Vouvray mousseaux, wobei da der Druck in der Flasche noch höher sein muss. Wie man schon bemerkt, gibt es in Frankreich wesentlich mehr Bezeichnungsfinessen als bei uns, die aber auch technisch alle begründet sind. Was rasch den Gedanken hervorruft, dass wir das auch könnten, wenn unser Gesetz nicht alles über einen Kamm scheren würde, egal wo es her kommt und wie es verarbeitet wurde. 🙁
Wir haben Sekt bzw. Schaumwein oder Perlwein. Basta !
Grund für die Ausführung ist, dass auf der Flasche nichts Brauchbares drauf steht. Es gibt also keine zusätzlichen Informationen, von denen man irgendetwas erfahren könnte. Was zu vermuten ist, ist dass es sich um einen Chenin Blanc handelt. Was etwas dagegen spricht ist, dass er im Gegensatz zu den Stillwein-Kreationen bei weitem nicht diesen dezenten rauchigen Hauch aufweist. Dieser hier ist hingegen ein recht zurückhaltender und klassischer Schaumwein. Klassisch für Frankreich und die Méthode Traditionnelle sind die typischen fein herben und leicht nussigen und an Brioche/Butterstollen erinnernden Aromen. Die Fruchtigkeit dieses Tropfens ist eher zurückhaltend. Vielleicht ist es das Butterstollen-Ding welches diese dezente Aromatik wie von Citronat und Orangeat suggeriert. Dafür ist er harmonisch und mit fein spritziger Säure. Passt !

Auf der Zunge und am Gaumen ist er aber zum Glück angebrachter Weise ausdruckskräftiger und impressiver / beeindruckender als in der Nase. Er hat gut Druck und einen recht langen Nachhall. Angenehm und unkompliziert zu trinken das Teil ! Und genau so war es auch gedacht und soll es auch sein ! (Sonst stünde ja was auf der Flasche drauf ! 😉 )

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