Nach zahlreichen Blog-Versuchen und vermeintlichen Starts seit 2012 ist Wein-Notizen.de seit 2019 nun meine neue Webseite. Ich habe Sie erstellt um meinem Verlangen nach einem Blog kombiniert mit der Bewahrung meiner Eindrücke rund um das Thema Wein gerecht zu werden. Es kann sein, dass natürlich auch Olivenöle und andere Genuss- und Lebensmittel thematisiert werden.

Zur mir selbst: Hallo, ich bin Hannes Hofmann.

Geboren und aufgewachsen bin in Leipzig, wo ich 2006 auch mein Abitur gemacht habe. Nachdem ich den Grundwehrdienst abgeleistet hatte, begann ich 2007 unmittelbar eine Kochlehre, welche ich verkürzt habe und im Januar 2010 auch erfolgreich abschloss. Nach diversen Stationen in Österreich und der Schweiz, von der Nova Stoba in der Silvretta Montafon bis zum Restaurant Marina im Eden Roc in Ascona, entschloss ich mich im Winter 2012 ein Food Management & Kulinaristik BWL-Studium in Bad Mergentheim in Angriff zu nehmen. Gesagt – getan. Durch diese Umstand bin ich im Frühling 2013 zum Ökologischen Land- &Weinbau Krämer in Auernhofen gekommen und so auch zum Fränkischen Wein. Im Oktober 2015 habe ich dann mit meiner Abschlussarbeit über Guerilla-Marketing für kleine Weinbaubetriebe das Studium abgeschlossen und den Bachelor of Arts – Food Management erhalten. 2016 hatte ich einen Assistant Sommelier / WSET 2 – Kurs der IHK Maring-Noviand angehängt und war anschließend ein Jahr beim Weingut & Hotel Meintzinger in Frickenhausen am Main an der Front.

Wein ist etwas wunderbares und über kaum etwas lässt es sich besser bloggen und schreiben als über Mode, Technik & Elektronik, Reisen und eben kulinarisches, dass sich praktisch greifen, erfahren und aber auch vermitteln lässt.

Als Koch ist man sich bewusst, dass sich das Tagwerk auch an der Tagesform ausmachen lässt. Gutes Mice en place ist das eine, ein gutes Know-How das andere und der Rest … Wie dem auch sei, weniges schwankt mehr als die Qualität von sehr kurzlebigen Kreationen im Restaurant.

Eine Flasche Wein hingegen ist da schon etwas konstanter in Ihrer Erscheinung. Doch das wäre zu schnell geurteilt. Mit Wein verhält es sich in meinen Augen, wie mit Musik. Kann man im einen Moment nicht genug von einem und dem gleichen Song haben, kann man ihn in einigen Tagen oder Wochen schon nicht mehr ausstehen. Wären da nicht die Evergreens, die auch nach Jahren immer noch persönlichen Hochgenuss versprechen. Bei manchen ist es Rock á la Led Zeppelin und The Rolling Stones, bei manchen Klassik á la Bach und Händel und andere hören Volksmusik gern.

Bei Wein ist es ähnlich, nur dass man dem Mythos eines persönlichen Evergreens nur gegen viel Aufwand und Geld näher kommt. Die einen schwören auf Primitivo aus dem Salento – nur Gott weiß wieso – wohin gegen andere mit einer besonderen Flasche noch wesentlich mehr verbinden. Lebensgefühl(e) eines bestimmten Augenblicks, in einer bestimmten Zeit im eigenen Leben und mit anderen. So kann eine gute Flasche Barbaresco, Gamay oder Pedro Ximénez ebenso wie ein Konzertbesuch auch nach vielen Jahrzehnten intrinsisch richtungsweisend sein.

Schon früh ging mein Interesse zum Wein, welcher wahrscheinlich aber dem Mythos eines überraschenden Hochgenusses aus einer unbekannten Flasche Wein geschuldet war. Die erste bewusst erworbene Flasche war ein portugiesischer Rotwein mit grünem Etikett und symbolisierter Windrose – als Weihnachts-geschenkt für meine Eltern. Es war noch zu DMark-Zeiten – ergo vor mindestens 18 Jahren. Aber bei weitem noch nicht der erste Kontakt mit Trauben und Weinhängen an Mosel oder Elbtal. Nichts desto trotz hat alles an Fahrt aufgenommen, als mein Bruder 2006 seine Lehre zum Winzer an der Mosel in Traben-Trarbach angefangen hat. Ein geradezu malerischer Ort für eine Lehre. Geschichte, viele Lagen, verschiedene Exponationen, steiles Terrain, steinige sommers warme Schieferböden und Riesling in allen Variationen.

Über meinen Bruder und Winzer Erik Hofmann bin ich auch erstmals zum Vinocamp Deutschland gekommen. Eine Veranstaltung am Campus Geisenheim, gemacht von Thomas Lippert und Dirk Würtz. Ein Wochenendevent gedacht & gemacht für Blogger & Journalisten sowie Enthusiasten, Winzer und Weinfreunde besonderer Art. Eine Veranstaltung – zu gut um überdauern zu können, denn es bedarf vieler vieler Hände und noch mehr Leuten, die das Format mit ihrer selbst tragen.

Über das Vinocamp Deutschland hatte ich Anschluss an die Vielfältigkeit von Wein gefunden und über Stephan Krämer Anschluss an nicht restsüße Weine und beiläufig mit Reisen und dem Piemont auch das weite Feld – Rotwein.

In Anlehnung an das Vinocamp Deutschland und mit der Bitte um regionale Ableger entstand das Vinocamp Franken. In seiner Erstauflage 2016 mit tatkräftiger Unterstützung durch Thomas Schenk vom Weingut Schenk am Spielberg in Randersacker und dem Weingut Zehnthof Luckert in Sulzfeld sowie Martin Kössler (K&U Weinhalle Nürnberg). Ein kleiner aber feiner Auftakt nach Maß. Ein Fortsetzung gab es im Wechsel nach dem bisher letzten Vinocamp Deutschland 2017 in Kooperation mit Sebastian Schütz und seinem Weinfachhandel in Würzburg Zellerau RotWeißRosé und Ilonka Scheuring und ihrem Margotshöchheimer Weingut im Sommer 2018. Leider weniger fulminant als beim Auftakt. Wir haben es aber dennoch mit gutem Sponsoring zum Erfolg geführt. So war das VCF 2018 dennoch von wissenstechnischem und kulinarischem Nutzen für alle.

Aktuell und bis 2020 befinde ich mich noch in einer Ausbildung zur geprüften Fachkraft für Arbeits‐ und Berufsförderung, was mit Wein primär nichts zu tun hat. Eine Erweiterung der beruflichen Handlungsfähigkeit um personenzentrierte berufliche Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen sowie arbeitsbegleitende Maßnahmen für behinderte Menschen durchführen zu können, um ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Inklusion in Wort und Tat.

Jetzt ab 2019 ist dieser eigene Weinblog der vorläufig letzte Baustein in dieser Reihe. Wohin die Reise geht dürft Ihr nun aber mitbeobachten. Ich wünsche viel weinsinnigen Spaß !

Hannes Hofmann