[ Beitrag bitte auf Handy oder Tablet lesen ! ]

Es geht wieder einmal um einen Wein von Weingut / Winzer Andreas Geier aus Königheim im Brehmbach-Tal. Nebenbei erwähnt dem Tal des letzten Bachs der vier größeren Zuläufe der Tauber im lieblichen Taubertal.

Als ich mir die Flasche noch vor dem Kauf ansah, checkte ich das, was es eben zu checken gab – um es einmal ‘salopp’ zu sagen. Das Weingut und den Winzer, ebenso das Tal und den Weinberg waren mir ausreichend gut bekannt. Also konnte ich nicht viel neues erfahren: Trocken und 12,0% alc. – das verheißt einen nicht zu wuchtigen, nicht zu überschwänglichen, nicht zu alkohollastigen Rotwein.

Welcher von einer Lage kommt, die normalerweise ziemlich gesunde Trauben hervorbringt. Als ich die Flasche kaufte, erwartete ich erstmal nicht viel, da ich noch kein konkretes Geschmacksbild eines taubertäler Spätburgunders habe, der sich überregional messen wollen würde. Ganz nebenbei: 2017 wurde die Spätlese in Wien bei der International Wine Challenge (AWC) mit Silber ausgezeichnet. Das ist jetzt kein ‘riesen Ding’, aber es zeugt doch von einer gewissen Güte !

Also auf das Ding und ab ins Glas damit. Siehe da: Es zeigt sich eine Facette nach der anderen – wunderbar ! Als erstes machte sich einmal die ‘Malo’ (Aromen der malolaktischen Gärung) aus dem Glas. Gleich danach schwebt der Ausbau im Holz durch die Nase und nachdem ich den Wein noch etwas atmen ließ und belüftete kamen auch die feinen Noten hervor. In meinen ‘Augen’ (Nasenflügeln) mehrheitlich sehr dunkle Kirschen, gefolgt von Himbeeren und Brombeeren und noch minimal einer gewissen schweren dunklen Aromatik welche zum einen an dunkles Dörrobst und zum anderen an ‘Waldbeeren’ erinnert.

Der Spätburgunder ist noch wunderbar frisch – gefühlt gerade richtig gealtert ohne zuuu erwachsen zu wirken. Er fließt auch nicht zu balsamig durch mein Glas und besitzt ein angenehm anzusehendes Rubinrot mir leicht bräunlichen Reflexen hin zum Granatrot. Der Spätburgunder hier schien schon gut vollreif geerntet worden zu sein, da er gerade einmal 4,4g Säure hat und aber auch gleichzeitig ein nicht zu hohes Mostgewicht, denn neben seinen 12,0% Alc, weißt er gerade mal noch 2,5g Reststüße (auf 1 Liter !) aus. Beides steht diesem Burgunder sehr gut.

Auf der Zunge kommt er kraftvoll und daher und wirkt mal allem was er hat. Das wirkt zum einen authentisch und sympathisch und macht den Wein dadaurch irgendwie auch ehrlich und erhöht die ‘Fließgeschwindigkeit’ enorm !

Ich finde, dass der 2016er Eminentus Spätburgunder vor allem am Rachen und im Abgang seine Facetten zeigen kann. Man schmeckt vor allem die Aromen, welche in der Nase noch ganz zuletzt aufgerufen wurden, zudem die leichte Süße und minimal auch das Holzfass. Ich bilde mir ein auch ein ganz kleines Bisschen im Abgang >Lakritz, Wacholder, Anis und Süßholz< geschmeckt zu haben.

Normalerweise schreibt Andreas Geier es auf die Flaschen, wenn jene seine Weine auch im Barrique ausbaut. Ich vermute aber mal ganz kühn, dass hier ein kleiner Teil des Eminentus auch ein Barrqiue gesehen hat oder ein größeres Fass auch eine Röstung erfahren hat.

Ich finde es steht dem Wein und er hat ‘hinten raus’ mehr Druck, als man ihm anfänglich zugetraut hätte. Ziemlich viel feiner Wein für gar nicht mal so viel Geld ! Klasse ! Kaufen Leute ! (zumindest da wo es ihn noch gibt !)

Noch etwas zur Pizza: Hergestellt von MEGIC Pizza – gekauft im EDEKA Oedheim, nahe Heilbronn, war ich auf diese Pizza (mit absichtlich brutal wenig Hefe im Teig) sehr gespannt. Das ‘Ding’ ist für die Pfanne konzipiert und kommt handgemacht aus Italien – genauer gesagt aus dem Osten des Bundeslandes Friuli-Venezia Giulia / Friaul-Julisch Venetien. Tatsächlich hätte der Belag etwas lebendiger wirken können .. also etwas mehr Gemüse und Würze – etwas mehr Stimmung halt. Aber der Teig selbst war extrem fluffig und zart, was wohl an einer gezielt guten und langen Teigführung liegt. Die Pizza war klasse, aber dennoch verbesserungswürdig, wenn man sich den Preis von 5,49€ vor Augen hält. Das ist für Convinience echt oberste Etage und da darf man am Ende auch nicht an 10g Aubergine sparen, das wirkt einfach nicht besonders. Ansonsten ist die Pizza tatsächlich zu empfehlen !

Schreibe einen Kommentar