Ich bin ein großer Fan von Ravioli und Tortelloni/-lini mit fast allen vegetarischen Füllungen. Leider gibt es in Deutschland aber so gut wie keine Ravioli mit reiner Kürbisfüllung im ‘Frischnudel’ Convinience-Segment. Ich würde Sie gern selbst herstellen, scheue aber den Aufwand, aufgrund unzureichender Gefrier- und Lagermöglichkeiten. Daher hab ich mir am Tag der Heimfahrt aus dem Piemont zuletzt 2 Packungen aus dem Kühlregal mitgenommen. Ich dachte mir, ich teste einmal die Qualität der Convinience ‘Pasta fresca’ der Italiener mit herbstlicher Kürbisfüllung, welche natürlich auch im frühen Winter noch saisongemäße Ware ist. Die Preise der zwei Packungen waren völlig im Rahmen und werden daher nicht weiter Erwähnung finden.

Unter die Lupe kamen nunmehr die gefüllten Nudeln von Giovanni Ranas Gioiaverde und La Ripiena Emiliana Tortelli.

Ich bereitete alle beide an 2 verschiedenen Tagen jeweils einmal zu, wobei am ersten Tag beide zugleich und zu gleichen Teilen dran waren. Frisch geöffnet, passend gegart und mit etwas Sommertrüffelbutter und dezent feinem Olivenöl angeschwenkt nebst einem natürlich nicht optimal passendem Rotwein. Leider war kein anderer Wein offen, was dem Geschmack der Pasta aber nicht geschadet hat.

Zu allererst einmal muss ich sagen, dass Trüffelaroma den beiden nicht optimal gestanden hat. Nichts desto trotz konnte ich beide Nudeln geschmacklich sehr gut erfassen.

Die Giovanni Rana Nudeln waren etwas fester im Biss und vom Teig her von den seit Jahren in Deutschland überall verfügbaren gefüllten Giovanni Rana Nudeln nicht zu unterscheiden. Die Füllung war cremig, geschmacklich passend, mit ausgewogenem Kürbisgeschmack, welche auch ein weniger konzentrierter hätte sein können und angenehm und nicht zu aufdringlich gewürzt. Die zweite Zubereitung mit Kalamata-Oliventabenade war leider kein wesentlich größerer Erfolg, als die vorherige mit der getrüffelten Butter.

Es wollte einfach nicht richtig zusammenpassen. Ohne jetzt rätseln zu wollen, was denn hätte besser passen können, halte ich lieber fest, dass es eine ganz angenehme gefüllte Pasta war, die jedoch leider geschmacklich nicht besonders hervorstechend zur Geltung kam und auch nicht konnte.

Die La Ripiena Emiliana Pasta wurde im zweiten Versuch mit Salbeibutter und etwas Olivenöl angeschwenkt. Eine ganz passende Variante, leider habe ich aber zu wenig Salbei und eine Butter mit zu viel Eigengeschmack verwendet.

Die Tortelli alla Zucca sind wesentlich feiner bzw. sanfter im Biss, da der hier verwendete Nudelteig wesentlich feiner ist, als jener von Rana. Welche Kürbisse für die Füllungen verwendet wurden, gibt leider keiner der beiden Hersteller an. Was aber auffällt ist, dass die La Ripiena Emiliana Kürbisfüllung wesentlich süßer ist, als jene von Rana. Weiterhin fand ich, dass diese Pasta dezent mehr Säure und Eigengeschmack hatte. Die Kürbisfüllung erinnerte mich ziemlich stark an eine Mischung aus Butternut- und Muskat-Kürbis. Im Allgemeinen kann man sagen, dass diese Tortelli feiner und geschmackvoller sind, als jene von Rana.

Ich muss sagen, dass ich wahrscheinlich letztere nochmal kaufen würde, da mir der feine Teig wesentlich besser gefallen hat, als der relativ feste Rana-Teig. Nichts desto trotz benötigt man für die Tortelli alla Zucca eine relativ würzige und salzige Sauce/-nkomponente, damit man der Süße der Füllung etwas engegen halten kann, was man irgendwie auch muss, da es sonst einfach zuu arg süß wird.

Von daher wünsche ich einen Guten Appetit, wenn Ihr euch auch einmal ein paar Kürbisnudeln organisiert ! 🙂

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