Inspiriert wurde ich von Chez Matze und einem Artikel auf seinem Blog gleichen Namens, von einer von Ihm kuratierten Verkostung mit der Bezeichnung ‘Trendstile und Entdeckungen’. Das Ganze fand auf der Bio-Fach Messe im Februar 2019 in Nürnberg statt. Also machte ich mich auch wieder einmal auf den Weg nach Heilbronn, da es mitunter auf dem Weg lag. Ziel war das Bio-Weingut Schäfer-Heinrich, welches sich an der Grenze zwischen den östlich der Stadt umrahmend liegenden Weinhängen und Heilbronn befindet.

Idyllisch quasi am Ende einer Straße gelegen öffnet sich der Hof inklusive Wachhund, Weinkeller und allem was man in solch einem Familienbetrieb nun mal erwartet. Die, bei aller Nähe zur Stadt, hier scheinbare Ruhe, wirkt auf ihre Art doch etwas beruhigender als anfangs gedacht. Schön so !

Nach einer kurzen Unterhaltung mit der Dame des Hauses fiel meinte Entscheidung auf den Lemberger von 2015 vom Heilbronner Stiftsberg und den relativ modern gemachten und sich noch nicht so lang in der Kollektion befindenden ‘Was ist das?’. Auf Letzteren freue ich mich noch, da er vorläufig noch ein paar Monate im Keller liegen darf.

Bio Lemberger von Schäfer-Heinrich

Dieser Lemberger ist für meine, Lemberger unbescholtene Natur, eine Bereicherung. Er ist in gewisser Weise schwer ohne zu erdrücken und kräftig ohne zu erschlagen, wenn gleich er vergleichsweise kein Muhammad Ali in jungen Jahren darstellt; aber ich finde, dass es dezent in diese Richtung geht. Es ist ein kräftiger, dezent an vornehmlich dunkle Beeren des Sommers erinnernder Lemberger, der einen, wie ich finde, recht langen Abgang / Nachhall besitzt. Den Einsatz von Holz bemerkt man freilich, aber es steht ihm, da er im Stahl ausgebaut wahrscheinlich sehr viel fruchtiger daher kommen würde, diese aber abgefangen und in eine feine erwachsene Reife umgewandelt wurde. Eine feine Sache !

Um etwas Passendes zum Wein zu essen hatte ich mir unter anderem ein paar gewürzte Käsespätzle gemacht. Aber nicht mit normalem Käse sondern geräuchertem Käse und ich muss sagen, dass mir diese Art von Käsespätzle echt gut gefällt. Sowas kann man sich tatsächlich selber auch einmal für Rotweine machen, die merkliche Noten von Barriques o.ä. besitzen. Ich werde es wieder einmal so zubereiten, denn normale Zubereitungen gibt’s zur Genüge.

Alles in Allem kann ich für mich festhalten, dass ich solche Lemberger in Zukunft wieder einmal genießen oder gegebenenfalls auch vergleichend probieren möchte. Ein kleines und feines Hoch auf regionale Rebsorten, die auch überregional geachtet werden können. Wenn man sie denn so wie diesen 2015er aus dem heilbronner Weingut Schäfer-Heinrich macht, gebe ich meine Stimme dafür ab !

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