Ich bin glücklicherweise, über die Städtpartnerschaft des Weinorts Randersacker, mit der inoffiziellen Hauptstadt des Chenin Blanc – Vouvray an der Loire, an eine Flasche 2015er Vouvray gekommen. Die Flasche, welche mir zu Teil wurde, ist von EARL MAILLET père & fils. Jetzt vier Jahre später ist daraus Laurent & Fabrice geworden. Das Weingut liegt im Osten vor den Toren der Stadt Tours im Tal der Loire. Genau genommen nordwestlich vom Zentrum des Dorfes Vouvray.

Die Rebsorte Chenin Blanc hat seine ganz eigenen und besonderen Fans. Es ist eine weiße Rebsorte, die zu ähnlich vielen Variationen taugt, wie bei uns der Riesling. Trocken, sec/halbtrocken, doux/süß, edelsüße Varianten, wobei da der Riesling etwas die Nase vorn hat, und natürlich auch jede Menge Varianten mit Blässchen – Crémant de la Loire. Ein ausgemachter und großer Fan dieser Rebsorte ist der Nürnberger Weinhändler Martin Kössler. Er hat zur Rebsorte ein besondere Verbindung, weswegen ich ob die Rebsorte mit seiner Erklärung zu dieser verlinkt habe. Chenin Blanc, kann quasi fast alles, wenn denn die Arbeit im Weinberg und das Weinjahr selbst auch passen und im Keller kein Unfug getrieben wird, dann kann wahrlich Großes draus werden.
Wie dieser hier Wein genau hergestellt wurde und wo die Trauben genau herkommen, kann man ohne eine Email an den Produzenten nicht in Erfahrung bringen. Bei dieser Qualitätsstufe, wollte ich das auch einmal dahin gestellt sein lassen. Es würde alles nicht viel ändern, er ist nicht trocken.

Die durch die Säure zwar gut dominierte Süße hält sich (je mehr man trinkt) in Grenzen, nimmt dem Wein aber die möglichen feinen Aromen. Man riecht die klassische leichte Rauchigkeit der Loire-Terroirs und schmeckt die Fermentation im Stahl und Ausbau im mehrfach belegten Barrique. Ich gehe sehr davon aus, dass das so ist, freilich ohne Gewähr. Angenehmer Schoppen von der Loire ! Mehr leider nicht, dafür ist dann doch zu viel Restzucker im Wein.

Zum Käse: Ich hatte mir im Hofgut Hagenbach in Backnang, 30 km nordöstlich von Stuttgart, ein kleines Stück Bio-Brie mitgenommen. Richtigerweise heißt er Brie Montsûrais und kommt von der Fromagerie de Montsurs der Familie Martin in Montsûrs im nördlichen, zentralen Pays de la Loire gelegen. Die Hauptarbeit in der kleinen Bio-Käserei erledigen Vincent Marc-Martin und Sylvie Chauvat. Er ist innen noch dezent quarkig und geschmeidig fein und außen ganz klassisch schon am Zerlaufen und wirklich toll cremig. Geschmacklich ist er schön kräftig uns ausdrucksstark. Ganz wenig nach Kuh und Stall riechend, hat er eher ein mildes laktisches Aroma von Wiese & Weide. Ein preislicher Volltreffer und geschmacklich nicht zu verachtender Brie !

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