Im Winter 2023 war ich auf meiner vorerst letzten ‚Mission am Herd‘ unterwegs und das an keinem geringeren Ort als Savognin in Graubünden – als Sous-Chef im Piz Mitgel. Ich .. der sich natürlich Vietti eigentlich nicht kauft, was keine Frage des Gelde ist und noch viel weniger eine des geschätzten .. geliebten Designs oder noch weniger der Art des Inhalts, sondern weil er mir im Grunde etwas zu klassisch ist, was natürlich nicht heißt, dass ich solche Weine nicht trotzdem verehre oder feiere. Ich finde gute Klassiker absolut großartig.

Das Weingut Vietti befindet sich im historischen Ortskern des verträumten Weindorfes Castiglione Falletto, im Herzen des Barolo Gebietes, umgeben von der malerischen Hügellandschaft der Langhe im Piemont. Gegründet wurde es Ende des 19. Jahrhunderts von Carlo Vietti. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Weine in Flaschen gefüllt und zum Verkauf angeboten. Das Weingut ist im Laufe der Zeit kontinuierlich gewachsen und erweiterte seinen Weinbergsbesitz stetig. Heute gehören einige der begehrtesten Cru-Lagen des Barolo-Weinbaugebietes zum Besitz von Vietti.

„Parker: Viettis fröhlicher und lebendiger Roero Arneis 2020 offenbart eine kräftige Note von frischer Zitrone, wachsartiger Nektarine, getrocknetem Heu und Oregano. Dieser schlanke Wein verzichtet auf die für diese Rebsorte typische zusätzliche Fruchtfülle oder honigartige Cremigkeit. Stattdessen treten in diesem Wein die schärferen, mineralischeren Noten stärker hervor. Es wurden rund 45.000 Flaschen produziert.“

Das Weingut Vietti ist wohl der Pionier des Arneis. Der erste sortenreine Roero Arneis, kam wohl aus dem heute weltbekannten Weingut.

Ein wunderbar süffiger Piemontese klarem hellgelben Teint im Glas. Der Roero Arneis von Vietti präsentiert sich im Glas mit frühsommerlichen Blüten-, Zitrus- und exotischen Aromen mit Nuancen von Melone über Pfirsich und Mirabelle bis hin zu Maracuja, mit einem Hauch von Mandeln. Dieser weiße Klassiker ist ein unerschrockener, trockener Weißwein mit nicht einer wunderbar leichter Erscheinung untermalt mit knackiger Säure. Er ist ein ausgewogener, eleganter Wein mit guter Komplexität und einem anhaltenden Abgang.

Auf der Zunge setzt sich die Nase im Grunde fruchtig-trocken fort, ergänzt mit etwas Grapefruit, nussigen und getrockneten Bergwiesen erinnernden Aromen. Säure und Frucht stehen dabei wunderbar ausgewogen nebeneiander. Im Abgang ein Nachhall der Exotik in Form von getrocknete Ananas, irgendwas zwischen Apfel und Litchi, leichte nussig-hefige Aromen und ganz leichte Salzigkeit.

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